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Gesund bleiben

Impuls kreativ denken

Druck blockiert den Ideenfluss. Daher braucht es eine Atmosphäre geistiger Ungezwungenheit, damit unser Hirn uns mit Neuem, Unerwartetem überraschen und die Ideen sprudeln lassen kann. Ist ein kreativer Ideenfundus erst beisammen, gilt es in einem zweiten Schritt, ein Vorgehen oder eine Lösung herauszukristallisieren und umzusetzen.

Haben Sie es auch schon erlebt, dass Sie sich tagelang über eine Sache den Kopf zerbrochen haben – und dann aus heiterem Himmel die zündende Idee hatten? Vermutlich flog Ihnen der rettende Gedanke nicht im Stress zu, sondern eher in einem Moment, als Sie Ihren Geist schweifen liessen. So ist es eben mit kreativen Ideen: Man muss ihnen sozusagen die Gelegenheit geben, sich zu zeigen.

Kreativität tut uns gut, weil sie ganz aus uns selbst kommt und wir uns dabei als aktiv und schöpferisch erleben. Das allein gibt schon ein gutes Gefühl und ist gut für die psychische Gesundheit. Gelingt dann auch noch die Umsetzung einer Idee, ist dies das Tüpfelchen auf dem i.

Kreativität im Berufsalltag meint meist nicht den ganz grossen Wurf. Es geht vielmehr darum, im Alltag neue Sichtweisen zu schaffen, Möglichkeiten zu erweitern und neue Lösungen für schwierige Situationen und Aufgaben zu finden. Und da helfen manchmal auch scheinbar verrückte Ideen weiter.

Wie lassen sich nun die kreativen Gedanken am besten einladen? Wichtige Elemente sind der Mut, Gegebenes zu hinterfragen, und ein Perspektivenwechsel – sozusagen ein neuer Blick auf eine vermeintlich bekannte Sache. Das ist nicht so einfach, weil einem die eigene Sicht schon ganz vertraut ist. Hier lohnt es sich bisweilen, Aussenstehende zu fragen, wie sie die Aufgabe angehen würden – vielleicht sogar Personen, die nicht involviert sind. Sie können Ihren Blickwinkel aber auch erweitern, indem Sie sich fragen: Wenn die Aufgabe oder das Problem gelöst wäre – was wäre dann anders? Und wie könnten Sie schrittweise dorthin gelangen?

Reflexionsfragen

  • Wage ich es, Gewohntes zu hinterfragen und auch mal Unkonventionelles einzubringen? Wenn nicht: Was hindert mich daran, was befürchte ich?

  • Fällt es mir leicht, mit anderen nach Lösungen für eine Aufgabenstellung zu suchen und mich dann von ihren Ideen inspirieren zu lassen? Oder fürchte ich eher den Input von Aussenstehenden?

  • Wer könnte mich bei der Aufgabe bzw. Problemlösung unterstützen?

Tipps

  • Beobachten Sie, ob es eine Tageszeit oder bestimmte Situationen gibt, in denen Ihnen besonders oft Ideen zufliegen (Am Morgen beim Aufwachen? Beim Laufen? Beim Gärtnern?). Pflegen Sie solche Momente dann gezielt.

  • Laden Sie andere Personen ein, mit Ihnen über die Aufgabe oder Lösung eines Problems nachzudenken (z.B. im Rahmen eines Brainstormings). Erlauben Sie alle Gedanken, auch die verrücktesten.

  • Wenn es die Zeit erlaubt: Lassen Sie ein Problem eine Weile ruhen. Gehen Sie es dann mit frischem Geist erneut an (sofern es sich in der Zwischenzeit nicht von selbst gelöst hat...).

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